Sabine Nier

Sabine Nier

Wie eine Fahrt ins Blaue beginnt die Arbeit an einem Holzschnitt. Der Anfang ist ungewiss. Glatt und unbeschadet liegt die Holzfläche. Momente gähnender Leere. Der erste Schnitt. Allez hopp ! Vorwärts ihr Einfälle!

Bald zeigt sich eine Form, die entweder ein Langweiliger Murks ist oder eine Form taucht auf, die neugierig macht und mit Feuereifer freigeschnitten

wird. Das passiert Stück für Stück, WIEVONSELBST.

Das Gelingen eines Holzschnittes ist wie Verliebt sein - es ist das beschwingte GefühI der Lebensfreude, das die Milchstrasse mit Maiglöckchen bestückt.

 

* 1965

Berlinerin, Bauzeichnerin, Tischlerin, Dipl. Holzgestalterin,

Strandspaziergängerin, Holzschneiderin

Publikationen im mückenschweinverlag